Zu Ehren David Bowies, der heute seinen 71. Geburtstag gefeiert hätte, tauchen wir tief in die Kompositionsstrukturen von einem der beständigsten Hits dieser Legende ein: Life On Mars?"
Wie Joe zeigt, steckt jede Menge Lehrreiches in diesem scheinbar einfachen Stück: Songentwicklung sowie Bass- und Stimmführung.
Die simplen Dreiklänge, die so auch schon bei Bowies Vorgängern wie etwa George Harrison vorkommen, vermitteln eine unerwartete Spannung und führen den Hörer fast wehmütig durchs Stück, bevor die Strophe eine erste Wendung macht und aufsteigende Bassnoten das Ohr zum ersten Höhepunkt bringen.
In diesem zweiten Video machen wir dort weiter, wo uns der erste Refrainteil mit seinem dauernden Spannungsaufbau gelassen hat. Doch sind auch die sofort wiedererkennbaren Akkorde des Refrains von beinahe durchgehender Bewegung geprägt. Mit rechtshändigen Harmonien und sechs chromatischen Bassnoten erschaffen Bowie und Hunky Dory-Pianist Rick Wakeman eine turbulente Welt, die die Songmotive von Unverortetheit und Entfremdung hervorragend widerspiegelt.
Während wir von Joe durch das finale Intermezzo des Songs geführt werden, erklärt er uns: „Es klingt, als wären wir irgendwo angekommen und befänden uns zugleich weiter auf der Reise.“