Der String Butler - stets zu Diensten

Halle an der Saale ist nicht unbedingt bekannt als Deutschlands „City of Rock’n’Roll". Man verbindet die Stadt eher mit zahlreichen Theatern, Museen und einer der ältesten Universitäten des Landes. Dennoch ist Halle ein Ort, an dem gewissermaßen Innovationsgeschichte geschrieben wurde.

Sven Dietrich ist seit über 30 Jahren als professioneller Musiker unterwegs, führte zwischenzeitlich einen kleinen Musikladen und bemerkte bei seiner Vorliebe für klassische Gitarren-Designs immer wieder das gleiche Problem:

„Durch den täglichen Umgang mit Gitarrenmodellen, die eine 3L/3R Kopfplatte besitzen, ist mir sehr häufig aufgefallen, dass sie manchmal mehr oder weniger mit der Stimmstabilität zu kämpfen haben. Dies betraf nicht nur günstige, sondern zum Teil auch sehr preisaktive Fabrikate."

Also machte sich Sven an die Arbeit und ging diesen Problemen auf den Grund. Relativ schnell stellte sich der Sattel als Problemquelle heraus. Denn durch die Saitenführung hinter dem Sattel entstehen Knicke im Material, was zu einem Verklemmen der Saiten und dadurch unweigerlich zu Reibung führt. Vor allem bei Bendings und intensivem Spiel verstimmt sich die Gitarre dann recht schnell und wird gerade für den vielbeschäftigten Spieler zum Albtraum.

Nach intensiver Entwicklung und vielen Tests mit unterschiedlichen Materialien und Bauformen präsentierte Sven die erste Version seines String Butlers im Rahmen einer Kickstarter Crowdfunding-Aktion, welche schon erste Hinweise auf einen Erfolg seines Konzepts bringen sollte. Seine Firma Dietrich Parts war geboren.

Was macht denn der String Butler nun genau?

Der String Butler wird auf der Kopfplatte zwischen den beiden Mechaniken der E- oder A-Saiten (je nach Bauweise) montiert und richtet die Saitenführung hinter dem Sattel gerade aus. Zudem laufen die Saiten über Rollen, welche sich vertikal und horizontal bewegen können. Auf diese Weise können sich die Saiten nicht mehr verklemmen und die Reibung ist ebenfalls auf ein Mü minimiert. Selbst heftige Bendings können der Stimmstabilität nichts mehr antun.

„In der Zwischenzeit habe ich die Produktion bereits optimiert und den String Butler in Version 2 heraus gebracht", erzählt Sven. „Aktuell gibt es den kompakten Problemlöser in V2 und V3. Beide sind mit 4 Rollen ausgestattet und beeinflussen die vorwiegend betroffenen Saiten A, D, G und H (B)."

Natürlich gibt es auch Gitarristen, die dem optischen Aspekt des String Butlers kritisch gegenüber stehen. „Ich kann das gut verstehen", sagt uns Sven. „Gerade wenn man selber das Glück hat und keine entsprechenden Probleme mit seiner Gitarre vorfindet, sieht natürlich ein solches Stück Hardware erst mal ungewohnt und nicht wirklich „traditionell" aus. Letzten Endes kommt es aber darauf an, dass es funktioniert. Ich habe von sehr vielen Nutzern des String Butler gehört, dass sie das Teil nicht mehr missen wollen im täglichen Einsatz."

Von Halle an der Saale in die ganze Welt

Nachdem Sven einen ordentlichen Produktions-Rhythmus eingerichtet hatte, fing er an, den String Butler direkt zu verkaufen und stieß dabei auf Reverb. „Ich kann wohl sagen, dass der String Butler ohne Reverb wohl nicht dort wäre, wo er jetzt ist. Reverb hat mir eine Brücke auf internationaler Ebene geschlagen und das Produkt auf der Welt bekannt gemacht, vor allem in Übersee. Weiterhin ist die persönliche Betreuung und der freundliche Kontakt zu den Reverb Mitarbeitern etwas sehr Besonderes für mich geworden. Es macht einfach Spaß so zu arbeiten, auch wenn mal ein Problem auftritt."

Bei seinen Plänen für die Zukunft des String Butler erläutert Sven, „Einige Gitarrenhersteller haben sehr weit auseinander stehende Mechaniken. Ich bekomme immer wieder Feedback von Käufern dazu und werde sehr bald eine weitere Version des String Butler vorstellen, die genau diesen Kundenwünschen entspricht und auch jene Modelle dieser Hersteller abdeckt."

Alle aktuellen Varianten des String Butler findet ihr im String Butler Reverb Shop.

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